La Palma – Vulkan San Antonio und Teneguia

Da es sich bei La Palma um eine Vulkan – Insel handelt, ist es nicht verwunderlich, dass man hier an jeder Ecke damit wirbt. Es gibt auf der ganzen Insel sehr viel Information dazu, was meine Kids sehr interessierte.

Unsere absoluten Lieblingsziele waren die beiden Vulkane San Antonio und Teneguía.

San Antonio ist genauso wie Teneguía absolut Kinder und sogar Kinderwagen – tauglich. Es gibt nur wenige Stücke, die man mit dem Kinderwagen nicht erreichen würde. Auch muss man kleine Hans-guck-in-die-Luft-Kinder nicht allzu oft an der Hand nehmen, weil das Mama-Kopfkino  und der Abgrund in Kooperation stehen . Gutes Schuhwerk unbedingt nötig. Damit knirschen die wunderbaren Vulkansteinchen aber auch so schön wie Schnee.

Wenn man zum Besucherzentrum San Antonio einbiegt, erwarten einem neben einer informativen Ausstellung auch Kamele. Leider war bei uns niemand da, damit man sie reiten hätte können.

Eintritt sind hier 5 € pro Erwachsener, Kinder bis 12 Jahre gehen frei. Das Besucherzentrum ist sehr gut aufgebaut, es gibt auch für die Kinder Spielereien und sehr viele nützliche Informationen, in Schautafeln, Bilder und Videos und interaktiven Videospielen. Alles, was wir über Vulkane wissen wollte, bekamen wir erklärt. Ein kleiner Werbefilm über die Region und den letzten Ausbruch des Teneguia 1971 wird mehrsprachig in einem eigenen Kino gezeigt.

Die Route geht vom Besucherzentrum zum Aussichtspunkt, dem höchsten Punkt des Vulkanes San Antonio. Es geht eben dahin und ist nicht sehr weit. (ca.300m). Vom Aussichtsplatz hat man einen wunderbaren Blick zum Vulkan Teneguia, zu den Salinen von Fuencaliente und natürlich über den endlosen Ozean.

Beim nächsten Besuch gings für uns zum Vulkan Teneguia.  Ein unscheinbare Eingang, ein Wegweiser und gleichzeitig ein Fahrverbots-Schild zeigt auf eine Schotterstraße. Also davor parken und los gehts. Im Bild sieht man gut die Schotter/Sandstraße. Diese ist mit einem guten Buggy sicher auch Kinderwagentauglich und sie verläuft nahezu eben. Man kann fast bis zum Krater fahren und auch einige Touristen „verirren“ sich mit dem Auto bis dorthin.

Schöne Aussichtspunkte und Wegtafeln mit Beschreibungen befinden sich am Weg.
Gute Kleidung ist an einem sonnigen Tag ein Muss. Lange luftige Kleidung schützt nicht nur vor der Sonneneinstrahlung, sondern auch vorm Sand, den der Wind aufwirbelt.
Festes Schuhwerk brauche ich glaub ich nicht zu erwähnen. Es knirscht auch hier ganz wunderbar unter den Füssen, was uns selbst bei Temperaturen jenseits der 30 Grad an Schnee erinnert und uns ein seeliges Lächeln ins Gesicht zaubert.

Es ist wunderbar, hier die Möglichkeit zu haben, ohne große Kenntnisse ins hochalpine Gebiet zu kommen. Die Schlusspassage muss man ja nicht machen, man sieht auch schon nach den ersten paar Höhenmetern in den Krater. Hat man zuvor die Videos vom letzten Ausbruch gesehen, fühlt man sich sehr klein und ehrfurchtsvoll, wenn man dann dort steht und die Lavawüste bewundert.
Ein weiteres Highlight ist die Wanderung über das Lavafeld, das an manchen Stellen noch gut warm sein soll. Das konnten wir aufgrund der Hitze allerdings nicht herausfinden.
Die bizarre Felslandschaft ist nicht nur wunderschön, sondern jedes Bestaunen wert. Wir mussten sämtliche Vulkansteine aufheben, angucken und erforschen. Achtung mit den Kindern vor Felsspalten und Sanddünen, die ins Rutschen geraten können.

Unser Tipp: gute Kleidung, festes Schuhwerk und ein kleines Picknick, das man am Kraterrand des Teneguia genießen kann.

 

2 weitere Möglichkeiten auf La Palma mit Vulkanen in Berührung zu kommen

  1. Ein Ausflug auf die Cumbrecita: Zum Rauffahren braucht man zwischen 9 und 16 Uhr ein Ticket, weil oben nur 16 Parkplätze zur Verfügung stehen. Dieses bekommt man problemlos übers Internet, oder im Besucherzentrum kurz unterhalb. Unser Tipp: Mit Kindern reicht es völlig aus, um 16 Uhr hochzufahren und oben einen kleinen Spaziergang links weg auf einem Schotterweg zu machen. Die Aussicht ist wunderbar, man erreicht nahezu eben einen Aussichtspunkt. Auf dem Weg dorthin gibt es viele Schautafeln, auch die gefürchteten Waldbrände werden toll erklärt.
  2. Von Los Llanos aus gelangt man zur Barranco de las Angustias, wo man vom Parkplatz aus flussaufwärts laufen kann. Bei uns war es sehr heiß, trotzdem ist es ein Erlebnis, ebenfalls nahezu eben im Flussbett auf die Suche nach Wasser zu gehen.

Grundsätzlich würde ich zuerst  das Besucherzentum „Centro de Visitantes“ in El Paso empfehlen, welches auch mit Kindern absolut top und informativ ist.

Take it easy, Deine

Kerstin samt Kids

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Danke fürs Teilen!

2 thoughts on “La Palma – Vulkan San Antonio und Teneguia

  1. Hey, wir haben heute erst darüber geredet im Winter zu den Kanaren zu fahren und dabei einen Vulkan zu besuchen. Da kam Dein Artikel richtig. Das hört sich interessant an. Wo habt Ihr eigentlich in La Palma gewohnt? LG Dagmar

    • kerstin says:

      Liebe Dagmar,
      das hört sich ja toll an! La Palma ist definitiv eine Reise wert. Es wird euch gefallen! Wobei es im Winter natürlich nicht ganz so grün sein wird, wie in den restlichen Jahreszeiten. Die ersten Wochen haben wir auf der Ostseite in Los Cancajos in einer Wohnung über Airbnb gewohnt. Die restliche Zeit waren wir im Gebiet von Tazacorte, aber schon Richtung Puerto Naos. Beides hat seine Vorteile. Die Insel ist zwar nicht groß, aber durch die vielen Kurven und Höhenunterschiede dauert es schon ein Weilchen, bis man dort hin kommt, wo man hin will 🙂 Für den Winter würde ich euch die Gegend von Puerto Naos zum Wohnen empfehlen. Dort ist es am Wärmsten und ihr erlebt traumhaft schöne Sonnenuntergänge.

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