La Palma mit Kids

La Palma mit Kids?

Angeblich soll  La Palma nicht so die Insel für Kinder sein.Wir durften das schon im Flieger merken. Außer meinen sind keine Kids dabei. Eigentlich, beim genauen hinsehen, nahezu nur Senioren.

La Palma hat eine Fläche von 708 km², ist 46 km lang und 28 km breit. Der höchste Berg ist der Roques de los Muchachos mit 2426m. Dementsprechend steil ist die Insel und die Straßen schrauben sich in den Himmel. Die Sprache ist spanisch. Die Hauptstadt Santa Cruz hat 18.000 Einwohner, insgesamt leben 85.000 Menschen hier.

Wir sind zuerst in Los Cancajos gelandet, wo ich über Airbnb ein günstiges Apartment gemietet habe. Selbstversorgung natürlich. Auf Dauer wird ja kein Restaurant unseren Ansprüchen gerecht *Ironieoff*

Die Wohnung im 4. Stock eines riesigen Apartment Hauses, dankenswerter weise mit Lift – hat alles, was man braucht. Inklusive Strandtüchern und Sonnenschirm. Duschzeugs, Shampoo und Sonnencreme. Sehr angenehm.
Die Palmeros sind zu den Kinder äußerst freundlich. Die Urlauber hier, in der Touristenhochburg von La Palma eher nicht so sehr… Schräge Blicke wenn sie laufen und lärmen…
Der Strand von Los Cancajos ist für die Kids trotzdem ein Traum. Nach Abklärung sämtlicher von mir auferlegter Regeln können sie ohne weiteres ein halbes Stündchen mal alleine an den Strand.
Der ist bewacht, es laufen bis zu 4 Lifeguards pro Station herum und 2 gibt es davon. Wir plantschen gleich beim ersten Punkt, obwohl der Strand weiter drüben gerade für Kinder sicher interessanter wäre. Aber wir kommen einfach nie weiter. Die Wellen rufen!

Grüne Flagge heißt ruhige See und keine Unterströmungen oder sonst was. Für uns Flachland-Indianer heißt das hier, den ganzen Tag wie verrückt in den Wellen zu tanzen, weil sie so supertoll groß sind. Schön ist auch, dass man hier keine Badeschuhe braucht. Der feine Sandstrand an der Ostküste wird auch nicht allzu heiß. Was hingegen nicht fehlen darf, sind Taucherbrille und Schnorchel. Es gibt sogar eigene Schnorchelrouten. Die empfehle ich mit Kindern definitiv NICHT.  Allerdings findet man auch so genügend bunte Fische. 

Heute ließen wir uns in der Touristeninfo sagen, dass es im September keine Wellen gibt. Deshalb sei dies der absolut beste Reisemonat mit Kindern. … Keine Wellen, hm? Ok, wir sind gespannt, was da noch kommen mag.
Bei der Recherche im Vorfeld las ich, dass die Busverbindungen scheinbar nicht so gut seien. Ich kann das nicht bestätigen. Die Busse sind sehr neu, modern ausgestattet und wie jedes öffentliche Gebäude hier, gut klimatisiert. Der Bus auf unserer Linie geht alle halbe Stunde  und kostet, egal wie lange du damit fährst, 1,34€ pro Person. Den Kindern machte es großen Spaß, die Gegend mit dem Bus zu erkunden. Überhaupt, um der Hitze zu entkommen. 
Einkaufsmöglichkeiten sind reichlich vorhanden, jedoch anders, als es wir in Österreich kennen. Das Shoppingcenter ist der Wirtschaftskrise zum Opfer gefallen. Allerdings gibt es an jeder Ecke Apotheken. Englisch und Deutsch wird zwar nicht gut verstanden, aber man kommt durch. Es hat uns jedoch verleitet, sofort mit Spanisch lernen anzufangen. Ansonsten gibt es mittlerweile einen Lidl, der deutsches sowie spanisches Sortiment führt. Man bekommt aber auch in den kleinen, spanischen Märkten wirklich alles, was man braucht. 

Wir haben uns ein Mietauto genommen, von Cicar, direkt am Flughafen. Online reserviert, dort zum Schalter, Füherschein hergezeigt, mit Kreditkarte bezahlt und Schlüssel bekommen. Go…  Ich hab einen Vertrag unterschrieben, der ausschließlich auf Spanisch ist. Mitarbeiter haben wir auch keinen gesehen. Ob das mal gut geht. Das Auto ist relativ neu, hat aber ziemlich viele Kratzer und Schrammen. Mal gucken, ich hoffe, mein gnadenloses Vertrauen in die Menschen wird hier nicht erschüttert. 

Grundsätzlich ist La Palma eine sehr sichere Insel. Ich hab zu keiner Zeit auch nur irgendwie bedenken, hier alleine mit meinen Kinder etwas zu erforschen. Bring Taschenlampen mit. Am Abend und in der Nacht kann es hier sehr finster sein. Außerdem brauchen sie die Kids, wenn ihr beim Wandern an Tunnel kommt. 

Wir haben sogar unserer im Flieger vergessenen Westen wieder bekommen, sehr nett von den Mitarbeitern. Lost & Found am Flughafen hilft!
Man kann die Kinder getrost mal auch alleine herumlaufen lassen, und auch wenn sich Los Cancajos Touristenhochburg nennt, erkennt man dies eigentlich nur an ein paar Hotels und Apartmenthäusern. Menschen sieht man eigentlich gar nicht so viele und auch der Lärm hält sich in Grenzen. Keine Beschallung. Sobald es dunkel wird, ist eigentlich Ruhe. Oder ich krieg einfach nichts mit.
 
Ganz toll für Kinder sind auch die vielen Eidechsen und Geckos, die teilweise sogar frech heran kommen und was zu essen wollen.
mumacademy
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Auch Krabben gibt es an den Felsen genug. Schade, dass wir die Crabline nicht mitgenommen haben. Genauso wie ein Casher und Sandspielzeug. Letzteres bekamen wir  am Strand geschenkt, von Urlaubern die nach Hause geflogen sind. Meine Kids sind begeistert. Im Sand spielen, sich eingraben und dann in die Wellen schmeißen ist einfach der Hit.
mumacademy
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Die Insel birgt viele Geochaches. Diese virtuelle Schatzsuche gibt es auf der ganzen Welt und ist für meine Kinder immer wieder ein Highlight.  Unbedingt die App herunterladen und sich auf die Suche machen. Tausendmal besser als komische Pokemons zu suchen. Allerdings benötigt man Daten. 
mumacademy.at
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Grundsätzlich ist hier alles sehr unkompliziert und einfach. Es ist schön und ich kann in keinster Weise verstehen, warum die Insel mit Kindern nicht beliebt ist. Natürlich kann man mit den Kinder nicht die Vulkanroute von 18km mit über 1000 Höhenmetern absolvieren. Aber ich bin mir sicher, das haben Eltern auch gar nicht im Sinn. Es gibt genug Alternativen, auch für einen längeren Aufenthalt.
 
Deine

Kerstin samt Kids

 

PS.: ein Nachtrag für alle empfindlichen Mütter so wie ich: Selbst im Wald gibt es Toiletten und ich fand während der ganzen Woche keine einzige, die nicht blitzsauber war! 🙂

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Danke fürs Teilen!

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