Diese Tipps erleichtern dir das AlleinReisen mit Kids

Wenn du dich alleine mit deinem Kind/deinen Kindern aufmachst, die Welt zu erkunden, fallen einem doch auch einige Bedenken ein. Ist es etwas ganz anderes, die Verantwortung für alle alleine zu tragen. Hier eine Checkliste, um für möglichst viele Eventualitäten gerüstet zu sein.

  • Reisepässe auf ihre Gültigkeit prüfen. Kinder brauchen einen eigenen und die Pässe müssen bei der Ausreise  noch mindestens 6 Monate gültig sein.
  • Informiere dich gut über dein Reiseziel. Oftmals sind die Kids Vorort nicht so geduldig, damit du die Strecke oder die Landesgepflogenheiten genau studieren kannst.
  • Informiere dich über die politische und gesundheitliche Lage im Zielland/in den Zielländern. Wenn du impfst, checke die nötigen Impfungen im Voraus. Auch wenn du nicht impfst, empfehle ich dir, dich eingehendsd mit möglichen Krankheiten zu beschäftigen, einfach weil Bescheidwissen Sicherheit gibt.
  • Achte auf die Lage deiner Unterkunft. Für mich ist guter Schlaf essentiell, um das Reisen mit den Kindern genießen zu können. Dafür ist es wichtig, mein Sicherheitsbedürfnis zu befriedigen.
  • Investiere in eine gute Reiseversicherung. Mir ist aufgefallen, dass wir unsere Autos oft besser versichert haben,  als uns selbst. Eine Versicherung, die im Notfall z.B. die Rückholkosten für ALLE Reiseteilnehmer übernimmt, ist Gold wert und gibt ein gutes Sicherheitsgefühl. Außerdem ist es wichtig, dass im Falle einer  Rückholung alle  im selben Tranportmittel sitzen.  (Du kannst schlecht dein krankes Kind begleiten und die anderen  im seperaten Flieger…  eh schon wissen )
  • Du kannst bereits beim Abflug die Uhr auf die Zeit im Zielland stellen, um  die Kinder besser vorbereiten zu können. Nachts nichts zu essen  erleichtert die Umstellung.
  • Du kennst deine Kinder am Besten. Nimm geeignetes Spielmaterial mit. Im Flieger und bei Wartezeiten kann das schon mal Nerven schonen. (Ich gestehe, meine haben auch Tablets dabei. Manche Apps sind auch durchaus  brauchbar )
  • Schreib deinen Kindern deine Telefonnummer und am besten auch eine Notfallkontaktnummer von zuhause auf den Arm, auf ein Notfallarmband oder eine Notfallkette. So kann man dich  am besten ausfindig machen. Das empfehle ich auch für größere Kinder, die die Nummern ansich auswendig wissen. In der Aufregung kann dann aber schnell mal was durcheinander kommen. ( Meine haben mittlerweile selbst ein Handy, um diese Gefahr etwas zu minimieren)
  • Schreib dir eine Packliste und fotografiere sie. Nur so kannst du sicher sein, nichts zu vergessen und du kannst im Notfall reproduzieren, was du mitgehabt hast.
  • Fotografiere alle Reiseunterlagen (oder scanne sie ein) und schick sie dir per Email. Dann hast du sie immer dabei!
  • Achte auf gutes Reisegepäck. (Ich reise mit ihm) Die Kinder können nicht schwer tragen, folglich bleibt das Gepäckgewicht an dir hängen.  Also lieber weniger mitnehmen, man kann schließlich überall so gut wie alles kaufen.
  • Praktisch hat sich auch erwiesen, das Gepäck nicht voll zu packen, denn sonst haben Souveniers  (Steine, Schätze & Co) keinen Platz. (Wir mussten letztens einen Fußball mit nach Hause nehmen…)
  •  Versuche dich, mit anderen Reisenden zu vernetzen. Du kannst sie ganz leicht via Facebook in den entsprechenden Gruppen finden.
  • Buchst du über Airbnb oder nutzt Couchsurfing, hast du Vorort eine Ansprechperson. Das ist meine erste Wahl auf Reisen. Ich bin sehr gerne individuell im Land unterwegs und so habe ich aber immer jemanden, an den sich die Kinder wenden könnten, sollte mir etwas zustoßen.
  • Reiseapotheke: Stimme deine Reiseapotheke gut auf deine Kinder ab. Du weißt, was sie am meisten brauchen. Nimm es mit, es erspart unnötige Sucherei vor Ort. Einen Nasenspray und Reisekaugummis hab ich im Handgepäck, den Rest habe ich  in einer ISO-Tasche in der Mitte meines Gepäcks verstaut, damit die frostigen Temperaturen in luftiger Höhe die Medikamente nicht unwirksam machen. Achtung bei Homöopathie: Die Röntgenstrahlen bei der Sicherheitskontrolle könnten deine Globulis ebenfalls unwirksam machen.
  • Nimm genügend essen mit. (Ist für meine Kinder äußerst wichtig.) Das erspart Nörgeleien 🙂
  • Jedem sein Kuscheltier, auch für „Nicht-Kuschler“ zuhause. Der Sorgenfresser ist bei uns unterwegs hoch im Kurs, zuhause liegt er nur in der Ecke rum.
  • Sandspielzeug: Zuhause nicht gebraucht, weil schon viel zu alt – ist es am Strand DAS Highlight.
  • Nimm eine Bestätigung des anderen Elternteils mit, dass du mit dem Kind alleine vereisen darfst und der Vater über die Reisepläne Bescheid weiß. Es kann sonst passieren, dass du dein Land nicht alleine mit dem Kind verlassen darfst.
  • Außerdem hab ich immer eine Kopie der internationalen Geburtsurkunde der Kinder dabei.
  • Verlässt du die EU, organisiere dir einen internationalen Führerschein.
  • Plane nicht zu viel. Du wirst schnell merken, Trips mit Kindern sind um vieles entspannter und es ist dann einfach so, dass man nicht alles sehen kann. Wir brauchten nach 2 Tagen Sightseeing auch 2 Tage Nichts-Tun. Kinder bauchen einfach viel Zeit, um all die neuen Eindrücke auch verarbeiten zu können.
  • Lass die Kinder mitentscheiden, welche Aktivitäten ihr macht.
  • Lege mit deinen Kindern gemeinsam ein Reisetagebuch an. Ihr könnt es gemeinsam schon zuhause herrichten und schon mal die Flugstrecke einkleben. Es sollte auch genügend Platz für Fotos und zB  Eintrittskarten sein. Ein paar Worte zum jeweiligen Ausflug oder Land können die Kids dann selbst hineinschreiben.
  •  Für kleinere Kinder eignet sich zum Beipiel eine Art Posiealbum, wo Menschen, die ihr unterwegs besser kennenlernt, dem Kind Wünsche oder ein paar persönliche Zeilen rein schreiben. (Danke Antje, für den Tipp!)
  • WhatsApp Gruppen: Wir haben ein Reisetagebuch via WhatsApp angelegt, so können wir auch die Daheim-Gebliebenen teilhaben lassen.
Rechne mit Fragen wie:  „Wo ist dein Mann?“  “ Und der Vater der Kinder?“   Nachdem wir diese Frage blöderweise auf einer unserer ersten Reisen ehrlich beantworteten, durften wir die Erfahrung machen, dass es einfach sinnvoller ist, zu sagen: “ Im Hotel“ oder „Gleich da im Laden,  wir warten hier auf ihn!“
  • Thema Geld: Versuche, mindestens 2 Kreditkarten mitzuhaben, um im Notfall auf eine zurückgreifen zu können. Nichts ist unangenehmer, als im Ausland nicht an sein Geld zu kommen. Achte außerdem darauf, dass du gratis Geld abheben kannst. Es ist besser, nie all zuviel Bargeld in der Tasche zu haben und wenn du öfters abhebst, können die Abhebegebühren ganz schön zu buche schlagen.

 

  • Rede mit deinen Kindern schon vor der Reise über die Besonderheiten in eurem Zielland. Wie sehen die Menschen dort aus? Was essen sie? Was kann man dort von ihrer Kultur lernen? Wie verhält man sich in diesem Land? Gibt es gefährliche Tiere und wie verhält man sich beim Aufeinandertreffen? Youtube liefert hier zuverlässig alles in Bildern. Achte bitte darauf, dass du dir die Videos vorab alleine ansiehst, um nicht unnötig Angst herauf zu beschwören.  (Reiseführer tuns natürlich auch.)
  • Mach Vorort klare Ansagen, was geht und was nicht. Vor allem, wo sich die Kinder frei bewegen können und wo auf keinen Fall. (Wege werden auf Wanderungen nicht verlassen, wir hopsen nicht ins Gebüsch und wir gehen nicht alleine ins Meer baden. …)

Plane genügend Zeit für alles ein. Lieber eine Stunde entspannt warten, als unnötige Nervosität bei zu knappen Umsteigezeiten.
Schone damit deine Nerven, denn allein der Ticketkauf in einer fremden Stadt am überfüllten Bahnhof ist mit dem ganzen Gepäck und den Kindern an der Hand (mitten in der Nacht, so wie bei uns 😉 ) eine Herausforderung, wenn du unter Zeitdruck stehst.

Und zuguter Letzt, bleib selbst entspannt. Deine Stimmung überträgt sich zu jeder Zeit auf deine Kids und die Situation wird sich ins unermessliche schaukeln, wenn du gereizt bist. Als Frau mit Kindern  unterwegs wird dir von allen Seiten im Normalfall geholfen. 

Keep cool, dann kann nichts passieren.

Fehlt etwas in meiner Liste? Lass es mich wissen, ich ergänze es gerne!

Deine

Kerstin

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